Mobile Stadtsauberkeits- und Beratungsgruppe (MSB)

Wilde Müllkippe entdeckt?



Melden Sie wilde Müllablagerungen per Mail oder telefonisch: kontrolle@mheg.de oder 0208 99 66 00.

Mit Ihrer Meldung tragen Sie einen Teil zu Mülheims Stadtsauberkeit bei und helfen uns, schneller und gezielter zu entsorgen und aufzuklären – dafür bedanken wir uns herzlich bei Ihnen!

Fälle seit Projektbeginn


874 wilde Müllablagerungen hat die MSB an Depotstandplätzen entdeckt und aufgeklärt (davon 174 Fälle im Monat September).


125 wilde Müllkippen hat die MSB im gesamten Stadtgebiet gefunden und aufgeklärt (davon 25 Fälle im Monat September).  


(Stand Ende September)




800-mal im Einsatz für Mülheims Sauberkeit


MEG zieht erste positive Bilanz der „mobilen Stadtsauberkeits- und Beratungsgruppe“



Mülheim an der Ruhr, 16. September 2021 Sie sind auf der Suche nach wilden Müllkippen und ihren Verursachern: Seit Februar 2021 sind die Teams der "mobilen Stadtsauberkeits- und Beratungsgruppe" (kurz MSB) der Mülheimner Entsorgungsgesellschaft im Schichtbetrieb auf Mülheims Straßen im Einsatz. Seit Mitte April ist die Gruppe mit drei Teams vollständig besetzt. In den vergangenen sieben Monaten waren sie in circa 700 Fälle an Depotcontainern und in rund 100 Fälle im gesamten Stadtgebiet involviert. Dank zahlreicher Hinweise von Mülheimer Bürgern und den Erfahrungen der sechs Gruppenmitglieder erwischen sie Müllsünder, beraten sie und fordern sie auf, ihren Abfall richtig zu entsorgen. Zu den insgesamt 800 wilden Müllkippen kommen noch mal so viele Fundorte hinzu, die keine Anhaltspunkte für die Einsatzgruppe liefern, um die Müllsünder zu beraten oder durch eine Verletzung des Ordnungsrechts weiter zu verfolgen: Das ist der Fall, wenn kein Zeuge und kein Gruppenmitglied den Moment der Ablage sieht oder keine persönlichen Daten auf den Verursacher hinweisen. Wenn sie Hinweise auf den Verursacher finden, statten sie dem Abfallsünder einen Besuch ab. Um die Trefferquote zu erhöhen, observieren sie regelmäßig beliebte Orte der Müllsünder. Rund-um-die-Uhr-Einsätze und 48-Stunden-Observationen zeigen ihre Wirkung: Die Teams führen unzählige Beratungen durch und wilder Müll wird schneller gefunden und entsorgt. Trotz nicht so weitreichender Befugnisse, wie sie etwa Mitarbeiter des Ordnungsamts oder der Polizei haben, übergibt die MEG in den sieben Monaten bisher rund 35 Fälle an die Stadtverwaltung. Die Anzahl der weitergeleiteten Fälle zeigt die Notwendigkeit der Gruppe – in den Vorjahren wurden keine Fälle übergeben.

Die MEG, das Umweltamt und das Ordnungsamt entwickeln das Pilotprojekt stetig weiter. Im Laufe des Jahres haben sie Prozesse verbessert und neue Fundorte und Observationspunkte gefunden. Sie bilden ein Team im „Kampf“ gegen die Müllsünder und für ein sauberes Mülheim. Dankbar sind sie für ein „viertes Teammitglied“: Dank der Hinweise der Mülheimer Bürger findet die Gruppe schneller neue Schandflecke. An einigen der 240 Depotstandplätze hat sich der Einsatz der Gruppe herumgesprochen, sodass die Gruppe an diesen Stellen seltener ausrücken muss. „Kein Müllsünder kann sich in der Stadt unbeobachtet fühlen – weder am Tag noch in der Nacht.

Wenn das Ziel eine nachhaltige Stadtsauberkeit ist, ist die Gruppe eine unverzichtbare Einheit“, sagt Florian Schmiedt, Einsatzleiter und Projektleiter der „mobilen Stadtsauberkeits- und Beratungsgruppe“. Florian Schmiedt zieht nach sieben Monaten ein positives Fazit: „Das Projekt gab es vorher in dieser Form in Mülheim nicht: Innerhalb weniger Monate haben wir ein neues Team mit ungewohnten und neuen Aufgaben zusammengestellt. Seit Mitte April ist die Gruppe vollständig besetzt und jede Woche stellen sich neue Erfolge ein. Gute Teamarbeit und neue Prozesse zu entwickeln, das dauert.“

Das Ziel der „MSB“ ist, die Müllsünder abzuschrecken und das mangelnde Bewusstsein für die Abfallentsorgung zu verbessern. „Vielen ist es hochnotpeinlich, wenn wir mit ihrem illegal entsorgten Müll vor der Haustür stehen. Wir klären auf, welche Strafe auf sie wartet, wenn wir sie erwischen oder sie erneut auffallen“, berichtet Mohammed Guettari, eines der sechs Teammitglieder. Die Aufgabe der Gruppe ist es nicht, die illegalen Müllablagerungen zu entsorgen. Wenn es der Platz im Einsatzfahrzeug zulässt, nehmen sie kleinere Müllmengen mit. Bei größeren Ablagerungen kleben sie einen Hinweis auf ihren Fund und informieren die Kollegen der Straßenreinigung, damit der Müll entsorgt und der Fundort gesäubert wird. So kann jeder erkennen, dass die Ablagerung registriert ist. Der Fall muss nicht erneut gemeldet werden.

In einer Nacht ertappte die Einsatzgruppe einen Müllsünder, der Abfall neben einen Container auf den Boden legte. Der Fall wurde an das Ordnungsamt übergeben und der Abfallsünder zahlte eine Strafe von 650 Euro. Er hätte seine Abfälle kostenlos am Wertstoffhof abgeben können. Alltägliche Funde sind Pappe oder Sperrmüll, aber es gibt auch kuriose Fälle: Wie zum Beispiel einen Fußballkicker mitten in einem Waldstück.

Seit einigen Wochen gibt es einen neuen Papiercontainer für große Papierteile vor dem Betriebsgelände der MEG. Dieser ist dauerhaft geöffnet – außer zu den Öffnungszeiten des Wertstoffhofes.

Wer illegale Ablagerungen sieht, kann sich auf verschiedenen Wegen melden: Direkt bei der MEG per E-Mail unter kontrolle@mheg.de, telefonisch unter 0208 996600 oder bei der Bürgeragentur der Stadt Mülheim per E-Mail buergerargentur@muelheim-ruhr.de oder telefonisch unter 0208 455 1644.